Gastronomie & GV: Marke zählt! Marken sind Garanten für Qualität, Service und Innovation

Erschienen in -18° 12/2012

Wer sich als starker Markenartikler versteht, muss deutlich mehr bieten als die Wettbewerber. Seine Produkte müssen nicht nur qualitativ über dem Durchschnitt liegen und besonders innovativ sein. Zwingend notwendig ist auch ein ausgeprägt kunden-freundlicher Service. Das ist die Meinung von 165 Gastronomen, Küchendirektoren/-chefs und Einkäufern küchentechnischer Produkte/Anlagen, die das Beratungsunter-nehmen Biesalski & Company befragt hat.

Biesalski & Company stellte die Studie „Markenchampions der Gastronomie 2012“ Ende Oktober vor. In ihrem Mittelpunkt steht ein Ranking der 30 erfolgreichsten Gastro- und GV-Marken von Nahrungsmitteln, Geräten/Anlagen der Küchentechnik sowie sonstiger Nonfood-Artikel.

Küchentechnik schlägt Food

Topscorer ist Rational. Der Heißluftofenbauer hat sich mit 117 von 150 erreichbaren Punkten deutlich von der Konkurrenz abgesetzt. Die Plätze zwei und drei belegen Knorr und Zwiesel Kristall mit 112 bzw. 110 Punkten, gefolgt von Maggi, Winterhalter, Langne-se, MKN, WMF, Blanco und Duni. Vier Marken der Top Ten gehören Konzernen, sechs mittelständischen Unternehmen.
Marken punkten bei Kompetenz, Stärke, Erfolg
Drei gleich gewichtete Bewertungsfaktoren wurden abgefragt:

  • Markenkompetenz (Kriterien: Alleinstellung, Innovationskraft, Produkt-&Servicequalität, Kundenorientierung)
  • Markenstärke (Kriterien: Bekanntheit&Präsenz, Auftritt, Image, Verbundenheit mit der Marke) sowie
  • Markenerfolg (Kriterien: wirtschaftlicher Erfolg, Premiumpreise, Zukunftsfähigkeit)

Die Befragten registrierten die Kompetenz von Markenprodukte nicht nur bei deren tägli-chem Einsatz, sondern ganz besonders dann, wenn sie Serviceleistungen der Hersteller in Anspruch nahmen. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Qualität der alleine ausschlagge-bende Faktor bei der Beurteilung eines Produkts war; der Service ist heutzutage genauso wichtig.

Entwicklung – State oft he Art

Küchenprofis fragen sich immer wieder, ob sie Markenartikel oder No-Name-Produkte kauften sollen. Die Studie gibt ihnen eine Entscheidungshilfe. Möchten sie Produkte nut-zen, die auf dem neuesten Stand der Entwicklung, also State of the Art, sind, werden sie sich für Markenartikel entscheiden. Hersteller technischer Produkte verarbeiten bei-spielsweise neue Werkstoffe, nutzen innovative Herstellverfahren und erschließen ihren Kunden bisher nicht bekannte Anwendungen. Gerade auf dem letzten Gebiet war und ist Rational äußerst aktiv, wie das Beispiel seiner SelfCookingCenter zeigt.

2012_11-15_MarkenCH_GV-Gastro_Grafik-1_mm_komprMarken sind Innovationstreiber

Bei Nahrungsmitteln für den AußerHaus-Markt ist die Situation vergleichbar. Dort spielen innovative Rohstoffe und Produktionsprozesse ebenfalls eine wichtige Rolle, u.a. dann, wenn ein Hersteller Rezepturen auf Clean-Label umstellt oder besondere Nahrungsmittel für moderne Produktionsverfahren in Küchen entwickelt (Beispiel: kaltquellende Food-produkte für Cook&Chill).

Für solche Entwicklungen ist es zwingend notwendig, dass ein Produzent die gesamte Prozesskette einer Küche vom Einkauf über die unterschiedlichen Koch-, Ausgabe- und Speisenverteilsysteme bis zur Entsorgung en détail kennt. Das Know-how und die perso-nellen Ressourcen dafür haben häufig nur die Markenartikelunternehmen.

2012_11-22_MarkenCH_GV-Gastro_Grafik-2-mm_komprLange Nutzungsdauer

Die Nutzer von Markengeräten/-anlagen können davon ausgehen, dass ihr Equipment auch nach einer mehrjährigen Betriebsdauer technisch noch immer den dann aktuellen durchschnittlichen Anforderungen entsprechen wird. Das ist der eine Vorteil, den sie ihren Kunden bieten. Der andere ist, dass die Gesamtkosten während der Nutzungsdauer oft nicht höher sind als bei No-Name-Artikeln, weil Markenprodukte in der Regel seltener ausgetauscht werden müssen und vergleichsweise niedrige Betriebs- und Instandhaltungskosten verursachen. Deshalb ist es bei den alternativen Angeboten für eine Investi-tion wichtig, nicht nur die Anschaffungs-, sondern die gesamten Laufzeitkosten miteinan-der zu vergleichen. Häufig amortisiert sich der höhere Anschaffungspreis durch geringere Folgekosten.